Wenn Übergänge schwerfallen
Für viele autistische Menschen bedeuten Übergänge Unsicherheit, Reizveränderung und Verlust von Vorhersehbarkeit.
Was Übergänge schwierig macht
- Veränderungen im Alltag bedeuten Unsicherheit
- Grosses Bedürfnis nach Routine,- Übergänge bedeuten fehlende Orientierung
- Angst und Kontrollverlust
- Neue soziale Situationen und Umgebungen sind schwer einzuschätzen
- Verlust von vertrauten Strukturen und Bezugspersonen
- Plötzliche Übergänge können die Sinne überfordern.
- Erhöhtes Stress- und Überforderungsrisiko
Mögliche Folgen von Übergängen:
- Rückzug, Erstarren oder „Shutdown“
- Wutausbrüche, Aggression oder „Meltdown“
- Schulvermeidung, Verweigerung von Aktivitäten oder Schlafproblemen.
Viele Schwierigkeiten entstehen in den kleinen Übergängen des Tages. Gute Planung entlastet Betroffene und Umfeld.
Hilfreiche Strategien können sein
Struktur & Vorbereitung
- Klare Abläufe und feste Rituale
- Visuelle Pläne (z. B. Piktogramme, Wochenpläne)
- Frühzeitige Ankündigungen von Veränderungen
Verständliche Kommunikation
- Klare, konkrete Sprache
- Weniger offene Fragen
- Schrittweise Erklärungen
Zeit & Unterstützung
- Genügend Zeit für den Wechsel
- Pausen einplanen
- Verlässliche Bezugspersonen einbeziehen
Es ist besonders wichtig unvorhersehbare Situationen so gering, wie möglich, zu halten. Bevor ein Wechsel oder Übergang ansteht, können beteiligte gemeinsam überlegen, welche Veränderungen oder Neuheiten berücksichtig werden müssen. Diese sollten anschliessen thematisiert oder Schritt für Schritt eingeführt werden.
- Klare Abläufe und Zeitpläne
- Visualisierungen (z. B. Tagespläne, Ablaufdiagramme, Checklisten)
- Konkrete Vorbereitung auf neue Situationen (z. B. Besuche, Probetage)
- Neben Plänen und Übersichten können Bezugspersonen als konstante Begleitung
- Sicherheit vermitteln
- Nutzen sie Angebote, die Autismus spezifische Beratung und Begleitung anbieten
Angehörige und Fachpersonen können Übergänge wesentlich erleichtern, wenn sie autistische Perspektiven ernst nehmen und strukturiert vorgehen. Übergänge als Prozess, nicht als einmaliges Ereignis zu verstehen.
- Übergänge nicht unterschätzen
- Zusammenarbeit zwischen:
- Familie
- Schule / Ausbildung
- Fachstellen
- Perspektive der betroffenen Person ernst nehmen
- Bei Übergängen gehen oft wichtige Informationen verloren. Schriftliche Notizen helfen, Wissen zu sichern, beispielsweise durch unseren ICH Flyer hier
Übergänge gelingen besser, wenn alle Beteiligten bereit sind, die Situation aus autistischer Sicht zu betrachten und vorausschauend zu planen.
- Perspektivenwechsel ist erforderlich, um die Situation richtig einschätzen zu können, welche Herausforderungen sich durch den Übergang ergeben. Dafür braucht es von allen Seiten Geduld und Verständnis
- Frühzeitige Planung von Ereignissen und welche Kompetenzen für neue Aufgaben erforderlich sind, helfen, um rechtzeitig mit der Förderung von neuen Kompetenzen, wie Selbstständigkeit im Alltag, zu beginnen
