Die Berufswahl ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Selbstständigkeit, Teilhabe und einer selbstbestimmten Zukunft. Für autistische Jugendliche kann der Berufsfindungsprozess besondere Anforderungen mit sich bringen.
Was sollte berücksichtigt werden?
- Interessen und Fähigkeiten
- individuelle Bedürfnisse und sensorische Besonderheiten
- passende Arbeitsbedingungen
Dafür ist eine frühzeitige, strukturierte und personenzentrierte Begleitung hilfreich.
- Stärken erkennen
- realistische Perspektiven entwickeln
- Übergänge in Ausbildung oder Beruf schrittweise gestalten
Oft befinden sich Jugendliche während des Berufsfindungsprozesses in einer beanspruchten Lebensphase. Das kann dazu führen, dass der Berufsfindungsprozess erschwert wird oder mehr Zeit beansprucht.
- Viele Angebote der beruflichen Erstausbildung werden Menschen im AS noch nicht gerecht. Der Übergang Schule-Ausbildung muss klar strukturiert und sollte bestenfalls professionell begleitet werden.
- Es stellt sich zuerst die Frage, welche Form der Ausbildung für die jeweilige Person in Frage kommt: Wenn Jugendliche (noch) nicht in eine EBA-Lehre einsteigen können, bietet die PrA – Praktische Ausbildung Schweiz eine Perspektive. Mehr Informationen dazu finden Sie hier
- Ein Lehrbetrieb im geschützten Rahmen bieten oftmals passendere Rahmenbedingungen: Die Lehrbetriebe sind auch auf der Website von INSOS Schweiz aufgeführt: https://insos.ch/insos-schweiz/insos-institution-finden
- Lern-, Selbstorganisation und Zeitmanagement stellen oft grosse Hindernisse im Studium dar.
- An Hochschule gibt es spezialisierte Fachstellen. Hier kann ein Nachteilsausgleich beantragt oder Informationen zu anderen Hilfsangeboten eingefordert werden.
- Neben sozialen Herausforderungen wie Gruppenarbeiten kann auch Reizüberflutung zum Thema werden. Hier kann ein Jobcoach vermitteln und helfen, Strategien zu erarbeiten.
- Autist:innen bringen besondere Stärken wie Präzision und Zuverlässigkeit mit.
- Unklare Rollen- oder Aufgaben erschweren den reibungslosen Arbeitseinsatz.
- Individuelle Anpassung der Arbeitsumgebung helfen den Stresspegel zu senken (z.B. Lärmpegel).
- Zusätzliche soziale Anlässe können belastend sein.
- Unterstützungsmöglichkeit durch IV nützen (z.B. für den Erhalt des Arbeitsplatzes).
- Kompetenzerweiterung in Bereichen wie Kommunikation oder dem sozialen Umgang im Arbeitsumfeld.
- Aufklärungsarbeit, Sensibilisierung und Umgang mit der Diagnose.
- Strukturierte Einarbeitung und Hilfsangebote sowie klare Kommunikation, Feedback und Informationsvermittlung.
- Es gibt verschiedene Hilfsangebote, welche in dieser Zeit unterstützend sein können: Coaching, Checkup-Beratung, Sozialberatung.
- Unterstützung und weitere Informationen zur Stellensuche (PDF).
